Weltmeisterschaft 2017 in Sneek – Rückblick von Butze

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Freitagabend machte ich mich von Hannover auf den Weg nach Sneek in Holland. Die Straßen waren frei, nur der Regen war mein ständiger Begleiter. Nach 4,5 Stunden kam ich in völliger Dunkelheit an. Man konnte die Hand nicht vor Augen sehen und es war überall Parkverbot, so entschloss ich mich ein Stück mit meinem Bus zurückzufahren und mich in einem kleinen Ort schlafen zu legen.

Am nächsten Morgen fuhr ich wieder zurück und bei Tageslicht ist ja alles einfach. Auf einem Grundstück direkt am Hafen, umgeben von schattigen Bäumen, war die Anmeldung und Vermessung. Ich schaute mir erstmal alles in Ruhe an. Von „Cor“ bekam ich den Laufzettel dem man alles entnehmen konnte. Es wurde alles sehr genau vermessen und gewogen, was seine Zeit dauerte. Deswegen entschied ich mich antizyklisch vorzugehen. Erstmal die Segel auf der Insel vermessen und die Unterlagen abholen und später den Rest im Hafen erledigen. Mein Plan ging auf, so konnte ich Samstag die Vermessung komplett abscließen. Danach wurde man zur Insel geschleppt, wo ich mein Boot an einem Steg gut festmachte.
Dort war der Segelclub mit Festzelt und dort fanden auch alle Socialevents statt. Man hatte die Möglichkeit auf der Insel mit Bus oder Zelt zu stehen oder auf dem Festland den angrenzenden Campingplatz oder anderes zu buchen.
Für die kurze Fährfahrt hatte man genügend Freikarten.

Am Sonntagnachmittag fand ein Practice Race statt. Bei letztendlich gut 80 Booten bot sich ein Outer und Innerloop Kurs an. Nicht allen geläufig, daher war es für Teilnehmer und Wettfahrtleitung ein guter Test, der von den meisten gerne angenommen wurde. Abends gab es eine kurze Eröffnungszeromonie mit Getränken und Häppchen.
Montag 11:00 Uhr Start zu drei Wettfahrten und es hatte Wind auf dem See. Reichlich Wind und reichlich Welle waren eine Herausforderung an alle. Ich weiß nicht was schlimmer war. Um in die Goldgruppe zu kommen, war mir klar, dass man alle Wettfahrten ins Ziel kommen muss um eine Chance zu haben. Pumpen war eine Dauerbeschäftigung und die Sicht war dank der Gischt stark eingeschränkt! Mit sehr viel Vorsicht (Abstand zu Tonnen und Gegnern) gelang es mir heil über den Kurs zu kommen. An Land rollte ich meine Segel vorsichtig auf und musste feststellen, dass die Fock stark gelitten hatte. Gespräche mit anderen Teilnehmern und der Blick auf die Ergebnisliste ließen erahnen welche Dramen sich abgespielt haben müssen. Zum Glück sollte der Rest der Woche unter leichteren Bedingungen stattfinden. Nach der täglichen Happy Hour gab es abends ein reichliches Nudelbuffet, welches mein Körper dankbar annahm, sodass ich bald wieder zu Kräften kam.

Dienstag 10:00 Uhr Start bei leichtem Wind, was für eine Erholung.Nach der ersten Wettfahrt kam die Sonne raus und der Wind war zu Ende. Von einem Extremen zum anderen. Warten an Land war angesagt und das ziemlich lange.18:00 Uhr auslaufen und letztlich 19:00 Uhr Start zu noch zwei Wettfahrten. 21:30 Uhr wieder an Land und damit war die Quali Series beendet. Mit den Plätzen 6,9,4 war mein Ziel erreicht = Goldgruppe und das bei meiner ersten WM ! Schnelle Dusche, zwei Nudeltöpfe, zwei Bier – Schlafen !

Mittwoch 11:00 Uhr Start. Ein Rennen schafften wir vormittags, danach war wieder warten an Land angesagt. Nachmittags kam etwas Wind und es reichte für das zweite Rennen des Tages. Anschließend gab es reichlich BBQ (Salate u.Grillfleisch).

Donnerstag 10:00 Uhr Start. Diesmal reichte es für zwei Wettfahrten am Stück, danach bis abends warten. Insgesamt war das Revier ja nicht riesig, sodass man dem See einen leichten „Talsperren-Charakter“ attestieren konnte, aber die Bedingungen waren für alle gleich!

Freitag 10:00 Uhr sollte Start sein, aber diesmal gleich Startverschiebung an Land. Stunde um Stunde wurde verschoben bis endlich klar war, heute keine Wettfahrt mehr. So blieb es bei insgesamt 10 Wettfahrten ! Danach gab es ein kleines Wettpaddeln zum Kran. Wir hatten aber genug Zeit zum Kranen und Verpacken.
Die Preisverteilung wurde vom Startschiff, welches direkt vorm Clubhaus angelegt hatte, ausgeführt. Es gab verschiedene Kategorien Rookie, Master, Grandmaster, Woman etc. Sieger wurde zum wiederholten Male der Schwede Stellan Berlin vor Heiko Kröger und Hans Asklund aus Schweden.
Nach der sehr netten Preisverteilung ging man langsam zum Restaurant am anderen Ende der Insel. Dort fand ein sehr schönes Drei Gänge Abschiedsessen im würdigen Rahmen statt. Abschließend möchte ich mich stellvertretend für alle Helfer bei Cor + Bart für die sehr gelungende Ausrichtung dieser Weltmeisterschaft bedanken. Nächstes Jahr findet diese in Gävle in Schweden statt.

Karsten“Butze“Bredt  GER 903

Ergebnisliste gab es hier.

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